Februar 2010
Mein neuer Drucker, HP Office Jet Pro 8000
Seit vielen Jahren besitze ich einen Drucker. Angefangen hat alles mit einem Tintenstrahldrucker von Commodore. Diesen konnte ich nach einer riesengroßen Sauerei mit bunter Füllertinte befüllen und mit Ausdrucken meiner Arbeiten in den coolsten Farben beeindrucken. Etwas später wurden die ersten Farbtintenstrahldrucker erschwinglich. Ich habe mich immer für einen Drucker mit separaten
Tintentanks entschieden.
Meistens stammten diese Modelle von Canon. Ursprünglich dachte
ich, dass Drucker mit separaten Tintentanks im Laufe der Zeit kostengünstiger arbeiten. Aber weit gefehlt! Der relativ günstige Preis von Einzelpatronen war für die Auswahl des Druckers entscheidend. Was ich jedoch nicht bedacht habe, ist, dass bei seltener Nutzung der Drucker bei jedem Einschalten eine Riesenmenge Tinte für die Reinigung des Druckkopfes verbraucht. So kommt man auf die Idee, die Tintentanks mit einer preiswerten Tinte nachzufüllen. Und spätestens jetzt ist der Permanentdruckkopf
hinüber. Eigenartigerweise ist dieser Druckkopf teurer als ein neuer Drucker. Also nix mit kostengünstig!
ach reiflicher Überlegung bin ich dann bei einem monochromen Laserdrucker gelandet. Das Schöne bei dieser Technik ist, dass auch bei seltenem Einsatz keine Probleme bestehen. Ob man selten oder viel druckt ist für den Tonerverbrauch relativ unwichtig. Bisher war dieses Druckverfahren für mich auch sehr kostengünstig. Nachdem jedoch drei Tonerkartuschen verbraucht sind, fällt nun der Wechsel der Kopftrommel an. Und das ist nun wieder nicht billig! Also suchte ich
wiederum nach
einem neuen Drucker. Allen Nachteilen zum Trotz entschied ich mich wieder für einen Tintenstrahldrucker. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen entschied ich mich für einen Drucker von Hewlett Packard. Es ist der Office Jet Pro 8000. Dieses Gerät hat mich aufgrund seiner Eigenschaften überzeugt. Es verfügt über riesige und preisgünstige Tintentanks. Die Druckqualität ist ordentlich und das Gerät arbeitet schnell und leise. Und Netzwerkfähigkeiten sind ohne Ende
vorhanden.
Jedoch war mir unbekannt, dass HP offensichtlich nicht in der Lage ist, vernünftige Treiber zu programmieren. So zeigten sich beim Ausdruck über das Netzwerk immer wieder Probleme. Diese äußerten sich darin, dass oftmals die letzte Zeile des Ausdruckes nur zur Hälfte gedruckt wurde. Reine Textausdrucke über einen Editor wurden stellenweise mitten im Text abgeschnitten. Dieser Treiberfehler, oder vielleicht sogar Firmwarefehler, macht dieses feine Gerät für
mich leider
völlig unbrauchbar. Denn in der letzten Zeile auf meinen ausgedruckten Rechnungen befindet sich die Bankverbindung. Auch Ausdrucke von Konfigurationsdateien meines Linux Servers sind so nicht möglich. Aus Platzgründen kann ich den Drucker nicht über USB anschließen. Ich weiß daher nicht, ob hier der Fehler so auch auftritt. Also machte ich mich an die Arbeit, um Einstellungen herauszufinden, um mit diesem Gerät arbeiten zu können. Nach zahlreichen Versuchen ist es
mir dann
gelungen, den Fehler einzugrenzen:
-
Das Installationsprogramm richtet den Drucker standardmäßig als Netzwerkdrucker ein. Es wird ein TCP/IP Anschluss erzeugt und die Daten werden dem Drucker an Port 9100 übermittelt.
-
In dieser Konfiguration tritt der Fehler auf. Es scheint ein Problem mit der Druckerwarteschlange von Windows zu geben. Schaltet man die Druckerwarteschlange ab, tritt der Fehler nicht auf. Jedoch lässt sich dann die Duplexeinheit des Druckers, also der beidseitige Ausdruck, nicht nutzen. Und man muss warten, bis der Druckvorgang abgeschlossen ist.
Das Abschalten der Druckerwarteschlange ist für mich allerdings keine Option. Vor allem auch deshalb, weil die Duplexeinheit des Druckers zu meiner Kaufentscheidung beigetragen hat. Also experimentierte ich weiter. Ich habe alle möglichen Einstellungen im Treiber und in Windows ausprobiert. Allerdings konnte ich den Fehler damit nicht umgehen. Dann jedoch habe ich mich entschlossen die hervorragenden Netzwerkfähigkeiten des Druckers zu nutzen. Die Drucker unterstützt nicht
nur den Ausdruck
auf Port 9100! Man kann auch den Ausdruck via LPR oder WPS vornehmen. Kurzerhand habe ich den vom Standardprogramm eingerichteten TCP/IP Anschluss von RAW (Port 9100) auf LPR umgestellt und den Netzwerknamen des Druckers als Namen der LPR Warteschlange eingegeben. Und siehe da, alles läuft wie geschmiert! Auch der Ausdruck über WPS funktioniert sehr gut.
Ich weiß nicht was HP dort gebastelt hat! Vor allem weil dieser Fehler bei mir sowohl unter Windows 7 x64 als auch unter Vista x32 auftritt, ist mir unklar, dass dieser Fehler noch nicht gefixt ist. Es scheint auch nicht nur ein Problem meines Druckers zu sein. Eine Suche im Internet zeigt, dass auch andere Geräte von HP mit diesem Problem kämpfen. Bleibt also zu hoffen, dass irgendwann eine Besserung eintritt. Vielleicht muss man den Jungs von HP nur den richtigen Weg zeigen,
wo der Fehler
zu finden ist ;-)
Nachtrag, 3. April 2010
Heute habe ich einen weiteren Rechner zusammengebaut und auch auf diesem den aktuellen Treiber installiert. Auch hier tauchte wieder das Problem auf. Einem Tip folgend, welchen ich in einem anderen Zusammenhang auf Amazon.de in einer Userbewertung gefunden habe, soll auch das Abschalten der "bidirektionalen Unterstützung" in den Eigenschaften/Anschlußeinstellungen des Druckers eine Besserung bringen. Ich habe dies probeweise getan und bis jetzt ist der Fehler
nicht mehr aufgetreten.
Nachtrag Januar 2011
Inzwischen hat HP nachgebessert und sowohl ein Firmwareupdate für den Drucker und einen Patch gegen Netzwerkprobleme nachgereicht. Beides ist auf der entsprechenden Downloadseite des Herstellers zu finden. Meine Probleme sind damit restlos behoben.
