Bei diesem Funkthermostatset handelt es sich um eine relativ preisgünstige, einfache und geniale Erfindung. Nun können auch all diejenigen in den Genuß einer vollautomatischen Temperaturreglung kommen, welche über ganz normale Standardheizkörper mit mechanischem Thermostat verfügen. Einfach den Standard-Thermostaten vom Heizkörperventil abbauen und den Kopf des Stellantriebes montieren. Anschließend Batterien einlegen, Steuergerät und Stellantrieb codieren, Stellantrieb auf dem Heizkörperventil zusammensetzen und das Steuergerät an einem günstigen Platz im Zimmer positionieren. Zusammen mit den Bohrungen für das Steuergerät dauert dies alles nicht länger als 20 Minuten. Fortan wird die Raumtemperatur nach einem voreingestellten Programm vollautomatisch ausgeregelt. Natürlich kann man auch ein speziell angepaßtes Programm in das Steuergerät eingeben.

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Seit der vorigen Heizperiode habe ich zwei dieser Sets hier im Einsatz. Die ganze Sache funktioniert relativ tadellos. Man vergißt abends nicht, die Heizung abzustellen und morgens ist es bereits warm, wenn man aufsteht. Ebenso powert der Heizkörper nicht sofort auf, wenn man im Winter nur mal kurz das Fenster öffnet, denn die Temperatur wird nun nicht mehr am Heizkörper (wie mit dem Standardthermostat) gemessen, sondern von der Regeleinheit irgendwo im Raum erfaßt.
Bemerkenswert ist jedoch, daß man sich an die Geräusche des Stellantriebes erst gewöhnen muß. Der Motor springt zwar sehr selten an, ist aber nicht gerade leise. Bedingt durch die Konstruktion des Stellantriebes und der mangelhaften Erkennung, ob das Ventil der Heizung geschlossen oder zu welchem Grad tatsächlich geöffnet ist, entstehen auch große Temperaturschwankungen. So ist das Heizungsventil tatsächlich noch geschlossen, obwohl das Steuerteil anzeigt, daß es bereits zu 30% geöffnet sei. Ich habe bei mir eine Zieltemperatur von 23 Grad eingestellt. Die Raumtemperatur schwankt allerdings zwischen 18 und 23 Grad - das hält fit! Hier wäre es schön und hilfreich, gäbe es die Möglichkeit, dem Stellantrieb manuell den tatsächlichen Schließpunkt des Heizkörperventils beizubringen.

fht8-2.jpgEiner der beiden Stellantriebe zeigte nach kurzer Zeit jedoch noch ein ganz anderes Problem:
Hier haben sich die Plastelaschen, welche ihn an der grauen Überwurfmutter festhalten, teilweise nach innen gebogen. Es kam vor, dass sich der Stellantrieb einfach "ausgehakt" hat. Er hing dann nur noch verkanntet auf dem Heizkörperventil und war nicht mehr funktionsfähig, was auch mit einem Alarmton signalisiert wurde.
Abhilfe schafft hier "ACC Akut". Nicht die Tablette, aber deren Verpackung. Man schneidet aus diesem Tablettenröhrchen einfach einen Ring passender Breite heraus und setzt diesen zu Stabilisierung der Haltelaschen innen ein. Und dann hält auch der Stellantrieb wieder auf seiner Verschraubung. Glücklicherweise paßt auch das vorstehende Teil unseres Heizkörperventils durch diese verjüngte Öffnung.

 

 

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... Genauigkeit ist hierbei nicht sehr bedeutsam. Wichtig ist nur, daß der Ring nicht zu breit ist. Sonst ragt dieser über die Haltelaschen hinaus.

 

Nachtrag Dezember 2007

Vor geraumer Zeit hat ELV nachgebessert. Das FHT8-Set wird nun mit einem völlig überarbeiteten Stellantrieb ausgeliefert. Dieser ist wesentlich leiser als der Alte und sieht auch ganz anders aus. Weiterhin verfügt der neue Stellantrieb über ein kleines LCD Display, auf welchem sich der aktuelle Öffnungsgrad des Ventils ablesen läßt. Zusätzlich wird angezeigt, ob der Stellantrieb synchronisiert ist. 
Die eingangs beschriebenen Temperaturschwankungen treten nun bei weitem nicht mehr so stark auf. Daher kann ich dieses Set jedem uneingeschränkt empfehlen!

 

 

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