|
|
||||||||
Auswahl und Einrichten der Entwicklungsumgebung
Dennoch sollte man sich auch über die Hard- und Softwareausstattung Gedanken machen. Wichtig ist, daß der Bildschirm groß genug ist, um bequem mit mehreren Fenstern gleichzeitig zu arbeiten. Der Rest ist dann Geschmackssache. Ein halbwegs moderner Mittelklasse-PC reicht in der Regel völlig aus. Bei der Software wird es dann schon etwas komplizierter. Es gibt sehr gute kommerzielle Entwicklungsumgebungen und C++ Compiler. Wenn man jedoch mit seinem selbst erstellten Programm Geld verdienen möchte, kann es lizenz- und kostentechnisch schnell unüberschaubar werden. Daher habe ich für mich die Entscheidung getroffen, auf kostenlose Software zurückzugreifen, deren Lizenz auch eine kommerzielle Nutzung erlaubt. Weiterhin soll die ganze Sache "schlank" sein, damit ich als Anfänger nicht auch gleich noch Lehrbücher für die entsprechende Entwicklungsumgebung kaufen muß. Damit sind sehr gute und kostenlose IDE´s wie Eclipse und Netbeans erst einmal nicht für mich interessant. Meine Wahl viel (vorerst) auf folgende Grundausstattung: Als C++ Compiler kommt (nach zahlreichen Tests) der TDM MinGW zum Einsatz. Nur mit ihm war es mir möglich, daß WxWidgets Paket zu übersetzen. Mit Code::Blocks habe ich dann auch noch eine relativ schlanke Entwicklungsumgebung gefunden. Hinzu kommt noch WxWidgets. Hiermit ist es möglich, Programme mit grafischer Oberfläche zu basteln, ohne daß man sich durch die Windows-API wühlen muß. Es handelt sich also um eine Art "Wrapper", welchen es für die gängigsten Betriebssysteme gibt. Hinzu kommt, daß ein passender GUI-Editor in Code::Blocks enthalten ist. Alle drei Softwarepakete werden nach wie vor intensiv gepflegt und weiterentwickelt, was auch eine gewisse Zukunftssicherheit bringt.
Die InstallationZunächst müssen die drei Pakete heruntergeladen werden. Dann kann mit der Installation in der angegebenen Reihenfolge begonnen werden. 1.) TDM MinGW installierenTDM´s MinGW Compiler kommt mit einem eigenen Installer. Einfach die vorgeschlagenen Einstellungen übernehmen und so die Installation durchführen. In der jetzigen Version (4.5.1) ist es jedoch wichtig, daß der Installer mit Administratorrechten ausgeführt wird, ansonsten wird die PATH Variable nicht automatisch gesetzt. Daher in jedem Fall kontrollieren, ob die globale PATH-Variable den Eintrag "C:\MinGW32\bin;" enthält. 2.) Code::Blocks installierenHierzu gibt es nicht viel zu sagen. Die Installation erfolgt wie bei jedem anderen Programm auch mit einem Installer. Wenn Code::Blocks dann gestartet wird, sollte es den bereits installierten Compiler erkennen und entsprechend einbinden. 3.) WxWidgets installierenHier wird es etwas schwieriger, weil WxWidgets stets nur als Paket aus Quelldateien vertrieben wird. Wir müssen uns somit immer erst eigene Bibliotheken compilieren. Dazu entpacken wir das Distributionsarchiv nach c:\WxWidgets. Anschließend benötigen wir die Standart-Konsole von Windows (Start->Ausführen, cmd) und wechseln in das Verzeichnis: C:\wxWidgets\build\msw
Mit folgendem Befehl starten wir den Compiler Vorgang. Dieser dauert auf meinem System ca. 30 Minuten: mingw32-make -f makefile.gcc BUILD=release SHARED=1 MONOLITHIC=1 UNICODE=1
Wenn alles fehlerfrei geklappt hat, sollten jetzt die fertigen Bibliotheken zu finden sein:
Hinweis: Mit der aktuellen Version 2.9.1 von WxWidgets habe ich immer wieder Fehler bekommen und die Compilierung funktionierte nicht. Versuchen Sie es auf jeden Fall mit einem "Daily Snapshot" zur kommenden 2.9.2 Version! Abschließend müssen wir in Code::Blocks nur noch eine globale Umgebungsvariable setzen, damit die Entwicklungsumgebung WxWidgets findet.
Beachten Sie, daß sie in Code::Blocks zur Verwendung von WxWidgets im entsprechenden Assistenten die gleichen Optionen angeben müssen, wie sie zur Compilierung angegeben wurden (s. folgende Bilder):
... und nun viele Spaß und Erfolg beim C++ lernen ! |
||||||||
|
|
||||||||